Projektbeispiel: Neubau Grund- und Teilhauptschule mit Sportanlagen

Kurzbeschreibung des Ablaufs vor Beginn der Baumaßnahme

  1. Umlegung und Erneuerung von Kabeltrassen in der Umgebung der Baustelle
  2. Sicherung durchgeleiteter Mittelspannungskabel 20KV
  3. Anbindung der Kabeltrassen an eine neu errichtete Trafostation
  4. Einbindung der neuen Schule in das örtliche Niederspannungsnetz
  5. Rückbau aufgelassener Niederspannungs-Öl-Bleikabel aus Wasserschutzgründen
  6. Neuerrichtung einer Grundstückshauptverteilung in der neuen Schule
  7. Aufwändige Umschaltmaßnahmen der Stromversorgung und der Schwachstromverbindungen zwischen den Gebäuden des Grundstücks
  8. Komplette Elektroinstallation mit:
  • Erdung von Gebäudefundamenten und Einrichtungen der Außenanlagen
  • Einlegung von Leerrohren in Beton
  • Innerer und äußerer Blitzschutz
  • Straßen-, Wege- und Flutlichtbeleuchtung für Außensportanlagen
  • Zentrale Sicherheitsbeleuchtungsanlage
  • Allgemeine Beleuchtung
  • Brandmeldeanlage bis zur Überleiteinrichtung zur Leitstelle
  • Feuerwehrinformations- und Zugangseinrichtungen
  • Strukturiertes Schul- und Verwaltungsdatennetz von den Anschlussdosen bis zu den Servern und Kommunikationsanlagen mittels CAT7-Leitungen und Glasfaserkabel
  • Beschallungsanlage für Schulgong und Durchsagen
  • Verteileranlage für das Breitbandkabelnetz
  • Zentral gesteuerte Uhrenanlage mit DCF77 Funksynchronisation
  • Türsprecheinrichtung und Zutrittssicherung
  • Regelungsleitungsnetz für Heizung, Klima und Sonnenschutz
  • Schrankenanlagen funkgesteuert
  • Planung einer PV-Anlage



Überblick zu den technischen Maßnahmen

Nach Erstellung der Kostenschätzung für das Gewerk Elektro auf Basis der Entwurfspläne des Architekten sind die Interessen aller am Projekt maßgeblich Beteiligten zu diskutieren.
Es folgt eine gründliche Beratung zu Ausschreibungsformalismen, technischer Ausstattung, Kosten, Qualität und Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen, zur Sicherheit des Bauablaufes sowie zum Design der Ausführungen.
Wortführer sind hierbei der Bauherr, der Architekt, die Schulleitung und die Fachplaner. Alternativvorschläge werden erarbeitet, diskutiert und daraus je technisches Gewerk die „beste“ Variante ermittelt.

 

 

Der Kostenberechnung und Genehmigung folgt eine öffentliche, oder europaweite Ausschreibung.
Das technische Konzept muss zu diesemZeitpunkt stehen.

  • Alle relevanten Vorschriften VOB, VDE, DIN, BayBO,
  • Musterrichtlinien für Schulen,
  • Musterrichtlinien für Leitungsanlagen(MLAR),
  • Verwaltungsvorschriften und
  • Vorgaben der Energieversorger,
  • sowie das Brandschutzkonzept

müssen in allen Positionen der Ausschreibung eingearbeitet werden.


Nach der sogenannten „Submission“– der Vergabe der Bauleistungen – werden Aufträge, teils in Einzellosen, erteilt.

 

Besonderheiten zur technischen Ausstattung

  • Aufbau der Grundstückhauptverteilung für Sondertarif mit Wärme-und Kraftstrommessung über Messwandler
  • Außenkabel-Umverlegung mit Bach-Unterdückerung
  • Verlegung der Kabeltrassen mit Zugkästen in den nur 12cm hohen Zwischendeckenbereichen der Klassenräume um die Verlegungaufwändiger und teurer Brandschutzkanäle in den Fluren zu vermeiden
  • Installation wartungsarmer superflacher Deckenleuchten mit hohem Wirkungsgrad in den Klassenräumen sowie „wegweisende“ Leuchten-Rohrsysteme in den Fluren
  • Stromsparende und komfortable anwesenheits- und helligkeitsgeregelte Lichtsteuerung in den Klassenräumen
  • Manuell steuerbare asymmetrische und spiegelfreie Tafelbeleuchtung
  • Installation einer Bühnenbeleuchtung mit Lichtbrücke und gesteuerter PAR- und Linsenscheinwerfer
  • Zusätzliche Akzentbeleuchtung in den Fluren für Ausstellungsprojekte
  • Einsatz von blendungsreduzierenden Leuchten-Dekors im Eingangsbereich
  • Zentrale Sicherheitsbeleuchtungsanlage mit LED-Leuchtmittel und automatischer Prüfroutine
  • Integration von Schalt- und Steckdosenelementen, Uhren, Lautsprecher, Thermostate sowie  Steuerungs- und Bedieneinheiten für den Sonnenschutz in Design-Mediensäulen
  • Fußboden-Installationen über Kabelkanäle in hochtechnischen Bereichen, z. B. Informations-Fachräumen
  • Bodeneinbauleuchten im Eingangsbereich




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